Suche
  • Luisa Gogolla

Unser Weg zum eigenen Café

Aktualisiert: Mai 17


Hi, wir sind Lui, Sarina und Amka (v.l.n.r.) - die Gründer des au contraire

Den Wunsch nach dem eigenen Laden trägt wahrscheinlich jeder Vollblutgastronom oder -gastronomin früher oder später in sich. Bei uns wurde die Idee, dass wir uns zusammen selbstständig machen möchten seit Anfang 2019 immer präsenter. Wir kannten uns schon einige Jahre durch unseren gemeinsamen Arbeitsplatz in der Hemingway Bar und nach insgesamt über 30 Jahren Gastronomieerfahrung zwischen uns wurde klar, dass es an der Zeit war, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Nicht falsch verstehen bitte, wir liebten unsere Arbeit im Hotel Victoria. Unsere Kollegen und Gäste waren uns im Laufe der Jahre extrem ans Herz gewachsen. Nichtsdestotrotz fühlte sich die Zeit für gekommen an, zu neuen Ufern aufzubrechen.


Dabei waren unsere Pläne am Anfang gar nicht so konkret. Wir starteten mit einigen kleinen Aufträgen im Cateringbereich und arbeiteten bei Events, um uns ein kleines Startkapital beiseite zu schaffen. Aber dann rückte unser Traum schneller als gedacht in greifbare Nähe.


Eine Fügung des Schicksals


Wie es der Zufall so wollte, war im August 2019 das Objekt in der Gerberau 12 auf Immobilienscout inseriert und wir bewarben uns spontan für einen Besichtigungstermin. Es stellte sich heraus, dass die damaligen Mieter des "Altstadt Cafés" sich nach 37 Jahren dazu entschlossen hatten, zum Ende des Jahres in den Ruhestand zu gehen.


Wir waren vom ersten Moment an verliebt in diese Location. Mitten in der Freibugrer Altstadt gelegen mit einer wunderschönen Terrasse Richtung Gewerbekanal in der Fischerau — besser geht es eigentlich nicht. Wir gaben unserer zukünftigen Vermieterin unsere Bewerbungsunterlagen und hofften auf das Beste. Und dann im Oktober war es soweit — wir bekamen die Zusage! Und wir hätten nicht glücklicher sein können.


Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, hat sich die Wartezeit bis zu dieser Entscheidung für uns wie eine Ewigkeit angefühlt. Aber eines hat sie auf jeden Fall auch bewirkt: Wir fühlten uns so bestärkt und beflügelt von der Aussicht hier vielleicht den Ort für unser eigenes Café gefunden zu haben, dass wir uns mehr denn je mit der Gründung eines eigenen Unternehmens auseinander setzten.

FAQ: Woher kommt eigentlich unser GmbH-Name?

Was wollen wir? Wie soll unser Unternehmen aussehen? Welche Werte und Ideale sind jeder Einzelnen von uns wichtig? Die üblichen leichten Gesprächsthemen eben. Über den Sommer sprachen wir mehr und mehr darüber wie wir uns unsere Beziehung als Geschäftspartner vorstellten. Und die Entscheidung fiel schließlich einstimmig: Wir wollten eine gemeinsame GmbH gründen. Und der Name war auch innerhalb von 5 Minuten entschieden.


Die Booze Panda GmbH wurde schließlich am 21. November 2019 offiziell ins Leben gerufen und mit viel Tamtam und Champagner morgens um 10 Uhr auf Sarinas Balkon begossen.


Umbau


Ab Anfang Januar starteten wir, noch unwissend, welche Hürden da noch auf uns zukommen würden, voller Tatendrang mit dem Umbau des Lokals. Wände wurden versetzt, alte Tapeten und Teppiche weggekratzt und eine neue Decke eingezogen. Unsere Vermieterin spendierte einen neuen Fußboden und im Laufe von nur zwei Monaten veränderte das ehemalige "Altstadt Café" (mit dem wir uns übrigens die Initialien A.C. teilen ) sein Gesicht komplett.


Noch ist nicht alles so, wie wir es gerne hätten. Die in die Jahre gekommene Lüftungsanlage braucht dringend eine Sanierung. Bis die wieder auf Hochtouren läuft, werden wir leider nicht wie geplant unsere Tagessuppe anbieten können, weil wir wegen der Dampfentwicklung nicht kochen dürfen. Bumper!! Solange behelfen wir uns mit unseren leckeren selbstgemachten veganen Aufstrichen. Außerdem fehlt es durch den erzwungenen Sparkurs der letzten Wochen noch merklich an Dekoration in unseren vier Wänden. Aber auch daran arbeiten wir!

Unsere ersten selbstgebauten Sitzbänke. Purer Stolz!

Und obwohl es eine spannende Erfahrung ist, sich mal als Bauleiter, Verputzer oder Maler zu betätigen, die eigene Sitzbank zu bauen und auf Antiquitätenjagd zu gehen, ging es uns ja eigentlich um etwas anderes. Also wurde zwischen Baustaub und Behördendschungel weiterhin fleißig an unserem neuen Konzept gefeilt. Und dabei hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert. Aber davon berichten wir mal detailliert an anderer Stelle.


Bis hier hin erst mal Danke, dass ihr so viel Interesse an uns und der Geschichte unserer Entstehung zeigt und wir hoffen ihr bleibt uns lange treu. Ob hier auf unserem Blog oder ganz persönlich in unserem neuen zu Hause au contraire im schönen Freiburger Schneckenviertel.

116 Ansichten